Langkatalogisat: Köln, Dombibliothek, Codex 141.
Alternative Identifikation(en):Sammeltitel:-
Pontifikale Cameracense (nach: Zensus)
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Liber pontificalis von Cambrai (nach: Schulten)
Titel:Secundo Folio:-
Folio primo manu saeculi XV inscriptum est: "Liber sancti Petri ecclesie Coloniensis." (nach: JafféWattenbach)
Incipit:-
In ordinatione ep(iscop)i quando induit(ur)... (nach: Zensus)
Explicit:-
...in viscerib(us) eo(rum) s(an)c(t)ificetur P(er) te (nach: Zensus)
Entstehungszeit:Entstehungsort:-
Arras, Benediktinerabtei St. Vaast (?) (nach: Zensus)
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St. Vaast in Arras (?) (nach: Schulten)
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Arras, Benediktinerkloster Saint-Vaast (nach: Glaube und Wissen)
Hauptsprache:Beschreibstoff:Umfang:Lagenstruktur:-
Lagen 16, 2-48, 56, 6-98, 108+1, 118-1, 12-248, 251 (auf Papier aufgeklebt) ; (nach: Glaube und Wissen)
Format:Anzahl der Spalten:Gesamtbeschreibung des Layouts:-
Schriftspiegel 182 x 107 mm ; Blindliniierung mit Versalienspalten ( 12 mm ); einspaltig; 18 Zeilen. (nach: Glaube und Wissen)
Schrift und Hände:-
Ein einziger Schreiber dürfte das Buch gestaltet haben. Ab Bl. 185v wird das Buch ergänzt in einer Handschrift des 12. Jahrhunderts. (nach: Schulten)
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magnifice scriptus est (nach: JafféWattenbach)
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Lateinischer Text in brauner frühromanischer Minuskel, rot, blau, gelb und grün rubriziert; (nach: Glaube und Wissen)
Einband:-
Einband: Pergament mit Streicheisenlinien über Pappe (Mitte 18. Jh.). (nach: Glaube und Wissen)
Überblicksbeschreibung:-
Pontificale Cameracense Dom Hs.141 bildet insofern eine Besonderheit, als sie, im Benediktinerkloster St. Vaast in Arras entstanden, liturgische Bräuche des Doppelbistums Arras-Cambrai enthält. Sie ist also nie in Köln benutzt worden, noch hat sie auf Kölner Traditionen Einfluß ausgeübt. Das wird deutlich, wenn man etwa die Palmsonntagsriten mit kölnischen Quellen vergleicht: Zum einen setzt Dom Hs.141 eine Stationskirche außerhalb der Stadtmauern voraus - eine topographische Situation, die auf die Kölner Stationskirche dieses Tages, St. Gereon, nicht zutrifft. Zum anderen ist in Köln die Evangelienlesung vom Einzug Jesu in Jerusalem wie im 'Pontificale Romano-Germanicum' mit der Palmenweihe verbunden. Dom Hs.141 hingegen behält sie einer eigenen 'statio' auf dem Prozessionsweg vor. Die Evangelienlesung zur Palmweihe ist ein ursprünglich in Italien beheimateter Brauch. Wenn Dom Hs.141 sie zunächst bei einer 'statio' der Palmenprozession einfügt und noch nicht bei der Palmenweihe selbst, so aufgrund eines nur allmählich wirkenden Verschmelzungsprozesses römisch-italienischer und fränkischer Traditionen. Der Ordo zur Königskrönung (Ordo ad consecrandum regem , 153r ff.) wird ergänzt um einen Ordo Romanus ad benedicendum imperatorem (166r ff.). Er gibt sich als römisch aus, indem er den Besuch des Kaisers in der Peterskirche mit Gebet am Petrusgrab vorsieht, kann aber nicht mit einer speziellen Krönung in Verbindung gebracht werden. Beide Ordines sowie der Ordo ad armandum ecclesiae defensorem vel alium militem (171v ff.), die religiöse Zeremonie bei der Investitur des Soldaten als Verteidiger der Kirche, sind Zeugen mittelalterlichen Bemühens, das weltliche Herrschertum dem Schutz und der Vollmacht der Kirche zu unterstellen. Wie schon bei Dom Hs.138 (Kat.Nr.73) sind auch bei Dom Hs.141 weitgehend Gebetstexte in die liturgischen Anweisungen eingefügt. Bereits Michel Andrieu hatte in diesem Liber espiscopalis (2v) genannten Pontifikale mit den 'Ordines' und 'Benedictiones', also den bischöflichen Weihungen und Segnungen, ortsspezifische Eigenheiten erkannt. Auf Folio 124v wird im Ordo zur Bischofsweihe der Kandidat unter der "hl. Mutterkirche von Reims" verpflichtet; im Ordo zur Weihe eines neuen Abtes wird auf Folio 134r/v der Name des hl. Benedikt mehrmals hervorgehoben; in der Litanei zur Kirchweihe (56v) werden der hl. Benedikt sowie der hl. Vedastus, der erste Bischof von Arras, kalligraphisch ausgezeichnet und der hl. Gangericus, erster Bischof in Cambrai nach der Verlegung des Bischofssitzes dorthin im Jahr 545, genannt. In Abhängigkeit vom Erzbistum Reims residierte der Bischof von Arras-Cambrai bis 1093 in Cambrai. Kunsthistorische Überlegungen führten Sigrid Schulten zu einer überzeugenden Einordnung des Pontifikale in die Buchkunst des Benediktinerklosters St. Vaast in Arras um die Mitte des 11. Jahrhunderts. Damit ergänzen sich kunstwissenschaftliche und liturgiegeschichtliche Erkenntnisse zu dem Ergebnis, daß die Handschrift im Vedastus-Kloster zu Arras für den Bischof in Cambrai, also für Gerardus (1013-1048?) oder Lietbertus (1049/1059-1076?), geschaffen wurde. Die auf Folio 135r im Text zur Abts-Weihe vorhandene Rasur eines Wortes (sanctae...ecclesiae) konnte Michel Andrieu mit Cameracensis (= Cambrai) rekonstruieren; nach der Teilung des Doppelbistums Arras-Cambrai 1093 und der Verselbständigung beider Bischofssitze entfiel ein solcher Hinweis für das in Arras gelegene Benediktinerkloster St. Vaast. Die künstlerische Ausstattung mit zwei großen Miniaturen und zahlreichen, teilweise mit Figuren und Szenen belebten Rankeninitialen wird dominiert von der Tradition der sogenannten franko-sächsischen Buchkunst mit ihren die Ecken betonenden Rahmenkonstruktionen von Bild- und Zierseiten, gefüllt mit Flechtband sowie üppigen Blüten- und Blattmotiven, und zum anderen vom Einfluß des feinnervig vibrierenden Zeichenstils der angelsächsischen Buchmalerei, der sich über St. Bertin in Saint-Omer auf dem Festland ausbreitete. Dieser zeigt sich in den dichten Faltenmustern der Gewanddraperien, aber auch in den wie vom Wind gebauschten Saumzipfeln, deren Bewegtheit das dynamische Gestenspiel der Verkündigungsgruppe zur Segensformel für den ersten Adventssonntag (77v) entspricht. Als Titelbild zur ganzen Handschrift und zugleich als Illustration zum Ordo für die Firmung der Kinder erscheint auf Folio 5v in ikonographischer Anlehnung an die Maiestas Domini die über der Sphaira thronende Muttergottes mit dem als Herrscher gekleideten Jesusknaben. Dieser segnet mit der Rechten und trägt in der Linken das zukünftige Leidenssymbol als vergoldetes Siegeszeichen, während seine Mutter, vergleichbar den Herrscherbildern, den mit einem Goldkreuz bezeichneten Apfel emporhält. Die beide umfassende Mandorla ist zugleich Initiale zum Textbeginn O(mnipotens) und dokumentiert neben der ungewöhnlichen Betonung der Mutter Maria die kompositorische Fähigkeit einer gleichsam in das Wort einbezogenen Visualisierung von dessen heilsgeschichtlichem Inhalt. Unter den mit Initial-Illustrationen hervorgehobenen bischöflichen Segensformeln für das Kirchenjahr bestätigt die Halbfigur des hl. Martin zu seinem Fest (93v) die Entstehung der Handschrift im Norden Frankreichs. Autor des Textes: Andreas Odenthal/Joachim M. Plotzek (nach: Glaube und Wissen)
Inhaltsangabe (nach:
Zensus)
Incipit: In ordinatione ep(iscop)i quando induit(ur)...
Explicit: ...in viscerib(us) eo(rum) s(an)c(t)ificetur P(er) te
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Fol. 1r - 2r Gebete bei der Ankleidung anläßlich der Weihe eines Bischofs, zugefügt von einer Hand des 12. Jh.s
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Fol. 2v - 4v Inhaltsverzeichnis, Majuskeln, zeilenweise wechselnd zwischen blauer, roter und grüner Tinte
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Fol. 5v - 185r Ordines; bereits Andrieu wies angesichts der in der Litanei auf Fol. 56r auftauchenden Namen Vedastus und Gangerius auf die mögliche Provenienz St. Vaast hin. Bei Andrieu eine ausführliche Auflistung der einzelnen Ordines. -
Inhaltsangabe (nach:
JafféWattenbach)
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In folio olim tegumento agglutinato, non numerato, scripta est "benedictio caltiamentorum et caligarum", Fol. 1r : "In ordinatione episcopi quando induitur sandaliis dicatur haec oratio ab aliis episcopis" etc. Quae manu non multum recentiori postea addita sunt.
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Liber ipse folio 2v . incipit his verbis: "In nomine domini incipit liber episcopalis. Capitula sequentis libri.
Indicem hunc capitulorum, qui totus litteris uncialibus variisque coloribus scriptus est, Hartzhemius edidit, iterumque Waitzius in commentatione supra commemorata p. 15.
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"I. Ordo ad pueros consignandos" etc.
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Ultimum est "L. Ordo qualiter agatur synodus." Sed hoc in ipso libri textu non scriptum est.
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Folio 5v . in principio textus S. Maria cum filio picta est, quae totam paginam implet; iterumque f. 77v . in adventu domini tota pagina picta est; ibi annuntiatio quae dicitur S. Mariae V. cernitur.
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Fol. 153r legitur "Ordo qualiter consecretur Romanus pontifex", f. 153r -165. "Ordo ad consecrandum regem," quem Waitzius edidit l. c. p. 76-87.
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Fol. 166r - 168r "Ordo Romanus ad benedicendum imperatorem," editus ap. Waitzium l. c. p. 62-67; f. 168v - 171r "Ordo ad benedicendam reginam," ed. ib. p. 45-48; f. 171v - 174r "Ordo ad armandum ecclesiae defensorem vel alium militem" legitur.
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Ultima est f. 185r Benedictio novi vini; folio verso alia manu scripta est Benedictio crucis: Benedic domine Iesu Christe hanc crucem tuam" etc. Ubi in summa pagina legitur: "Istud non scribatur usque in finem."
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Fol. 188r . manu recentiori preces aliquae in presbyterorum ordinatione adhibendae scriptae sunt.
Inhaltsangabe (nach:
Glaube und Wissen)
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Titel: Pontificale Cameracense
1v - 185r
(Andrieu I, 108-114 ).
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Titel: Gebete beim Anlegen des Ringes und der Übergabe des Stabes anläßlich der Weihe eines Bischofs.
1v - 2r
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2v - 4v Schriftzierseiten. Inhaltsverzeichnis (Hartzheim 1752 )
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Incipit: I(N NOMINE DOMINI INCIPIT LIBER EPISCOPALIS)
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5v Initialzierseite.
O(MNIPOTENS) : thronende Maria mit Kind.
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6r Schriftzierseite mit der Fortsetzung des Textes.
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Titel: Ordo zur Weihe der verschiedenen Weihegrade.
11r
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Titel: Predigten für diese Ordines.
22r
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30r
O(MNIPOTENS) : Christus mit Buch und Palmzweig.
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33r A(DESTO): auf der Sphaira thronender Christus mit Liber vitae zwischen zwei Engeln.
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Titel: Ordo zur Weihe von Chrisma und Öl.
44r
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46v E(xpectante): thronender Bischof.
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53v O(REMUS) : Kleriker mit einer Pyxis unter der segnenden Hand Gottes.
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Titel: Ordo qualiter agendum sit in parasceve.
53v
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Titel: Segnung des Feuers am Karsamstag.
55r
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Titel: Ordo zur Segnung der Kirche. Litanei (Martin, Benedikt, Vedastus, Gaugericus).
Titel: Segnungen von Salz, Wasser, Ambo etc.
55v
Es folgen die
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61v - 62r ABCDarium auf den äußeren Seitenstegen. Das griechische und lateinische Alphabet werden in die Ecken der Kirche eingeschrieben.
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75v
d(EUS): segnender Christus.
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77v - 94r
O(MNIPOTENS PATER) . Zierseite mit halbseitiger Miniatur der Verkündigung an Maria.
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Es folgen weitere
, die alle mit Rankeninitialen eingeleitet werden. Die Benediktionen der Weihnachtszeit sind durch Tier- oder Figureninitialen hervorgehoben: u.a. 78r O(MNIPOTENS): Lamm Gottes mit Lanze und Kreuz, 79r Weihnachten O(mnipotens): Christuskind in der Krippe vor Ochs und Esel, 80v Fest des hl. Stephanus d(eus): Stephanus mit Palme, Fest des Evangelisten Johannes O(mnipotens): Halbfigur des Johannes, 81r Tag der unschuldigen Kinder O(MNIPOTENS): Herodes mit Schwert, 82v Lichtmeß O(mnipotens): Darbringung im Tempel, 93v Fest des hl. Martin D(eus): segnender Kleriker.
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Titel: Benediktionen zum Commune sanctorum.
94r - 100v
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Titel: Benediktionen von liturgischer Gewandung und liturgischem Gerät
101r
mit Hervorhebung der Segnung des Kreuzes und des Reliquiengefäßes.
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111r
E(XORCIZO TE CREATURA) .
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Titel: Ordo zur Weihe des Friedhofs
116v
DEUS (qui es totus).
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Titel: Ordo zur neuerlichen Weihe einer geschändeten Kirche.
118v
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Titel: Ordo zur Segnung eines Tragaltars.
122r
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Titel: Ordo zur Weihe eines Bischofs.
123r
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124v Privilegio etiam metropolis Remensium ecclesiae eiusque praesulis secundum sacros canones ... Interrogatio: Vis fidem et subiectionem sanctae ecclesiae matri REMENSI omnes dies vitae tuae servare. Responsio: Volo.
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128v P(ROPITIARE DOMINE) und VERE D(IGNUM) .
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135r In der 2. Frage der Interrogationes ist der Name der Diözese ausrasiert.
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Titel: Ordo zur Weihe von Mönchen.
140r
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Titel: Ordo zur Segnung der Jungfrau.
141v
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Titel: Ordo zur Segnung von Witwen.
150v
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181r SEQUITUR ABSOLUTIO .
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Titel: Benedictio carnium, pomorum, fruges, panis novi, uvae vel fabae, vini novi.
183r
Der im Inhaltsverzeichnis noch angekündigte Ordo qualiter agatur synodus fehlt.
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Titel: Benedictio crucis.
185v Nachtrag des 12. Jhs.:
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Titel: Commune votum et communis oratio ...
188r Nachtrag des 14. Jhs.:
.
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189r Nachtrag (zeitgen.): Benedic Domine Ihsu Xpiste haec caltiamenta ... fidei exerceatur integritas. Einzelne Benediktionen, Orationen und Präfationen.
Buchschmuck (nach:
Zensus)
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Fol. 2v Initiale 1 mit Flechtwerk, Tierköpfen und vegetabilen Motiven
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Fol. 5v ganzseitige Miniatur, in einer Mandorla - gleichzeitig der Anfangsbuchstabe O - Maria, auf dem rechten Knie das Jesuskind
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Fol. 77v ganzseitige Miniatur, durch die Rubrik D(o)m(ini)c(a) 1 in adventu d(omi)ni quer in zwei Hälften geteilt, in der oberen Hälfte die Verkündigung, in der unteren der Beginn der Segensformel für den 1. Adventssonntag mit der ornamentalen Initiale O und den Abbreviaturen MPS PAT für OM(ni)P(oten)S PAT(er). Figürliche Initialen auf Fol. 30r palmtragender Christus
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Fol. 33r Christus als Weltenrichter, eingerahmt vom goldenen Buchstabenkörper A, rechts und links davon zwei Engel
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Fol. 46v Bischof
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Fol. 53v Gottes Spende des Chrisams
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Fol. 75v segnender Christus
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Fol. 78r Agnus Dei
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Fol. 79r Christi Geburt
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Fol. 80v Stephanus und Johannes ap. et evang.; Fol. 81r bethlehemitischer Kindermord
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Fol. 82v Purificatio
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Fol. 93v Martin. Außerdem enthält die Handschrift über 100 ornamentale Initialen in Federzeichnung und Deckfarbenmalerei sowie Figureninitialen (Tiere und Fabelwesen). Alle Initialen in Gold, z.T. auch in Silber, mit rotem Rand.
Buchschmuck (nach:
Schulten)
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Nach drei Seiten von Ankleidegebeten zur Weihe eines neuen Bischofs folgt das Inhaltsverzeichnis (Bll. 2v - 4v ). Es beginnt mit einer Initiale I, geschmückt mit Flechtwerk, Tierköpfen und pflanzlichen Motiven. Fünfzig Titel von Ordines für bestimmte bischöfliche Weihungen und Segnungen folgen. Darunter befinden sich Formulare für die Konsekration ("qualiter consecretur") des Papstes und für die Benediktion des Königs, des Kaisers und der Königin. Auf Bl. 5v , zu Beginn des Textes, steht eine der zwei ganzseitigen Miniaturen. Maria thront, umschlossen vom Oval der Mandorla, auf einem rötlichen ornamentierten Bogen vor grünem Grund Die Füße stehen vor blau-weiß punktiertem Grund auf der Mandorla. Auf dem rechten Knie thront wie ein kleiner Herrscher das Jesuskind, in der einen Hand das Kreuz. Mit der Rechten segnet es. Wie einen Reichsapfel hält Maria mit der Linken eine Kugel, die mit einem Kreuz bezeichnet ist. Maria trägt ein grünes Kleid, einen blauen Kopfschleier und einen blauen Überwurf mit breitem goldenem Saum, Christus ein blaues Untergewand mit hellem Überwurf. Kennzeichnend für die Gewänder ist die feine kleinteilige Fältelung, die den Körper ornamental verhüllt und nicht betont. Die lebhaft gebrochenen breiten Borten der Gewänder gliedern den Aufbau des Bildes. - Die ovale Form der Mandorla ist gleichzeitig der Anfangsbuchstabe O für den Beginn des ersten Gebetes zur Firmung (OMNIPOTENS). Der Titel des Firmungsritus steht auf marmoriertem Grund oben neben der Mandorla ORDO AD PUEROS CONSIGNANDOS (Ordo für die Firmung der Kinder), Doch ist die von einem Flechtwerkrahmen mit Eckrosetten umzogene Darstellung nicht nur Titelbild für die Firmungsgebete, sondern auch Titelbild des ganzen Buches. - Eine ähnliche Bedeutung hat die zweite ganzseitige Miniatur mit der Verkündigung in der oberen Hälfte. Die Miniatur markiert im Codex den Beginn einer langen Reihe von bischöflichen Segensformeln für das Kirchenjahr. Unter der Verkündigung steht DMC. I. IN ADVENTUDNI. (l. Sonntag im Advent). In der unteren Bildhälfte beginnt mit der Initiale 0 und den Buchstaben MPS PAT (Omnipotens Pater) die Segensformel für den ersten Adventssonntag. Stilistisch stimmt diese Zierseite mit der Miniatur der thronenden Gottesmutter überein. - Die Handschrift enthält außerdem noch 13 figürliche und 104 ornamentale Initialen.
Buchschmuck (nach:
JafféWattenbach)
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coloribus praeter nigrum rubro, caeruleo et viridi. Initiales litterae variis coloribus, auro et argento ornatae sunt.
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In ordine benedicendae ecclesiae Fol. 56v . inter confessores post Martinum et Nicolaum Benedictus et Vedastus scripti sunt litteris uncialibus; deinde S. Gaugericus, qui Cameracensium episcopus fuit.
Buchschmuck (nach:
Glaube und Wissen)
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Ein- und zweizeilige Anfangsbuchstaben in Rot, Blau und Grün, teilweise mit grünen und blauen Schattierungen; zwei- und mehrzeilige Initialen in gleicher Farbigkeit und Schattierung sowie mit floralen, zoomorphen und anthropomorphen Motiven; große Initialen in Minium und mit Gold- und Silbertinte gefüllten Buchstabenkörpern sowie mit pergamentausgesparten Blattranken, Tieren und Figuren auf blauem, gelbem und grünem Grund; Miniatur- und Zierseite in gleicher Farbigkeit.
Buchschmuck (nach:
Clemen)
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Im Anfang zu dem Ordo ad pueros consignandos großes Zierblatt, eingefaßt von Rahmen mit Bandschmuckornament und Eckstücken von zwei verschlungenen Vierpässen. In der Mitte in Mandorla (zugleich als Initial O zu Omnipotens) thronende Madonna, in der linken Hand Pumum mit Kreuz haltend, auf dem rechten Knie der ganz bekleidete kleine Christus mit Kreuz.
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Bl. 77b . Zierblatt: Oben Verkündigung, unten Initial O (zu Omnipotens pater) mit Zierranken. Im Text reiche Initialen, zum Teil mit figürlichem Schmuck, Brustbildern und Ornamenten. Nach der strichelnden Technik nordfranzösisch.
Geschichte der Handschrift:-
Gerardus, Bischof von Cambrai (1013-1048) (?) (nach: Zensus)
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Lietbertus, Bischof von Cambrai (1049/1059-1076) (?). (nach: Zensus)
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Das vor allem auch für die Liturgiegeschichte wichtige Buch befand sich bereits im 15. Jh. im Besitz des Kölner Domes. Das zeigt der Besitzvermerk auf Bl. l: "Liber sancti Petri ecclesiae coloniensis" in spätmittelalterlichen gekürzten Schriftzügen. In der Litanei zu Kirchweih (Bl. 55 und 56) werden neben allgemein üblichen Namen die hll. Vedastus und Gaugericus erwähnt. Da der Name des hl. Benediktus außerdem farblich besonders ausgezeichnet ist, bleibt zu vermuten, daß das Buch im Benediktinerkloster Saint Vaast (Vedastus) in Arras geschrieben worden ist, und zwar für den Bischof von Cambrai, zu dessen Diözese Arras um 1050 gehörte. Im Ordo für die Bischofsweihe wird bei der rituellen Befragung des Kandidaten die Frage gestellt (124v), ob er Glauben und Unterwerfung unter die hl. Mutterkirche von Reims alle Tage seines Lebens bewahren wolle. Reims war im 11. Jahrhundert die Metropole, zu der Cambrai gehörte. In der Litanei ist mit dem Namen Mariens der Name des hl. Stephanus gegenüber allen anderen Namen am meisten hervorgehoben. St. Stephanus ist der Patron der Diözese Cambrai. So bleibt die Hypothese, daß das Buch in Arras für den Bischof von Cambrai im Metropolitangebiet von Reims geschrieben wurde, am meisten überzeugend. (nach: Schulten)
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Folio 124v. in ordinatione episcopi haec leguntur: "Vis fidem et subiectionem sanctae ecclesiae matri Remensi omnes dies vitae tuae servare? Volo" Haec causa fuit Hartzhemio, ut librum hunc pontificalem Remensem appellaret, cum Cameracensis potius esse videatur. Nam in Remensi S. Remigius omitti non potuit. (nach: JafféWattenbach)
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Entstanden für den Bischof der Doppeldiözese Arras-Cambrai Gerardus oder Lietbertus; Besitzvermerk des Kölner Domes aus dem 15. Jh. Liber sancti Petri ecclesiae Coloniensis (1r); Darmstadt 2136. (nach: Glaube und Wissen)
