Langkatalogisat: Köln, Dombibliothek, Codex 14.
Alternative Identifikation(en):-
Dom Hs. 14 (nach: vonEuw; Aktuelle Signatur)
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XIV. (nach: JafféWattenbach; Katalognummer)
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Darmst. 2014 (nach: JafféWattenbach; Frühere Signatur)
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977 (nach: Zensus; Katalognummer)
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5. (nach: vonEuw; Katalognummer)
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Kat. 2 (nach: Schulten; Katalognummer)
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5 (nach: Clemen; Katalognummer)
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Köln, Dombibliothek Hs. 14 (nach: Anderson; Aktuelle Signatur)
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35,145 (nach: Anderson; microfilmNo)
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"91" (earlier shelf mark, FELii). (nach: Anderson; Frühere Signatur)
Sammeltitel:Titel:Secundo Folio:Incipit:-
Beatissimo Papae Damaso Hieronimus novum opus me... (nach: Zensus)
Explicit:-
... et ego resuscitabo eum In novissimo die. (nach: Zensus)
Entstehungszeit:Entstehungsort:Hauptsprache:Beschreibstoff:Umfang:Lagenstruktur:-
Lagen ohne Signaturen: 1-26, 36-1, 4-178, 18-196, 208, 216, 224, 23-293, 306. (nach: vonEuw)
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Lagen 16+1, 26, 36-1, 4-168, 176, 188, 196, 208, 216, 224, 23-248, 256, 268, 27-286, 298, 306 ; (nach: Glaube und Wissen)
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[1], i8-1 (lacks one at front, present 1st folio [FELii] has no text), ii6, iii6-1 (original 4th folio missing: f. 15 is single with stub before, stub no doubt used to be after f. 15, where one would expect Crucifixion on recto [facing Mary and John on 15v] and the Matthew-portrait on verso), iv-xvi8, xvii6, xviii8, xix6, xx8, xxi6, xxii4, xxiii-xxiv8, xxv6, xxvi8, xxvii-xxviii6, xxix8, xxx6, [1]. No quire signatures. (nach: Anderson)
Seitennummerierung:-
Numbered 1-215 by 20c hand. (nach: Anderson)
Format:Anzahl der Spalten:Seiteneinrichtung:-
prickings trimmed, visible only for bounding lines; inner bounding lines end at second from top and second from bottom text lines, so that a neat interior frame is formed (nach: Anderson)
Gesamtbeschreibung des Layouts:-
Schriftspiegel 185 x 170 mm, einspaltig zu 25 Zeilen, Abstände der Lineatur von links nach rechts 20, 9, 113, 9, 20 mm. (nach: vonEuw)
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Schriftspiegel 188 x 111 mm bzw. 130 mm (Vorreden und Perikopenverzeichnis) ; Blindliniierung mit Versalienspalten ( 10 mm ) und Marginalspalten ( 20 mm ) zu beiden Seiten; einspaltig; 25, 28 (Vorreden, Mt-Prolog und Perikopenverzeichnis) bzw. 29 Zeilen (Lk-Prolog). (nach: Glaube und Wissen)
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Written space: 187 x 113 mm. 25 lines, except 28 lines on ff. 202-215. ¶ Long lines. Dry-point ruling, double bounding lines, with additional line in both margins to enclose canon table references prickings trimmed, visible only for bounding lines; inner bounding lines end at second from top and second from bottom text lines, so that a neat interior frame is formed top and bottom text lines extend to the lines in margins for canon table references, outer bounding lines and lines in margin end at top and bottom text lines; text above top line. (nach: Anderson)
Schrift und Hände:-
Evangelientext in großer, Vorreden, Kapitelverzeichnisse und Capitulare Evangeliorum in kleiner karolingischer Minuskel. Anfangsbuchstaben nach Interpunktionen im Text unzial mit Tinte, Initialen zu den Anfängen der Eusebianischen Sinnabschnitte kapital in Gold geschrieben. Marginale Kapitelzahlen und Zahlen der Eusebianischen Canones in Minium, die Konkordanzen in Tinte. Auszeichnungsschriften in goldener und miniumfarbiger Capitalis monumentalis, Capitalis rustica und Uncialis. Bild- und Titelseiten sowie Initial- und Schriftzierseiten in Gold und Silber sowie leichter Deckfarbenmalerei mit Purpur, Blau, Grün, Gelb, Orange (Minium), Weiß und Schwarz. (nach: vonEuw)
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elegantissime scriptus (nach: JafféWattenbach)
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Lateinischer Text in dunkelbrauner karolingischer Minuskel, rubriziert, z.T. in Goldschrift; Auszeichnungsschrift, Initialen: Capitalis Rustica, Uncialis und Capitalis Quadrata (Rubriken und z.T. Explicits); Überschriften und Explicits z.T. in Gold- oder Silberschrift; (nach: Glaube und Wissen)
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9c littera carolina One hand. (nach: Anderson)
Einband:-
Pergament mit massiver Deckelfüllung aus Papiermache, Mitte des 18. Jahrhunderts. (nach: vonEuw)
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Pergament mit Streicheisenlinien über Pappe (Mitte 18. Jh.). (nach: Glaube und Wissen)
Zustand:-
Beautifully prepared parchment, white and smooth on both sides. (nach: Anderson)
Überblicksbeschreibung:-
Evangeliar Das Evangeliar Dom Hs.14 zeichnet sich durch seine kostbare Ausstattung aus, die sich nicht auf die reichliche Verwendung von Gold und Silber beschränkt. Vielmehr treten zu den Kanontafeln, Evangelistenbildern und Initialzierseiten als ergänzender Bildschmuck das Autorenportrait (1v) des Bibelübersetzers Hieronymus (347/348-419/420) und eine heute zur Hälfte verlorene Darstellung der Kreuzigung Christi hinzu (15v). Die doppelseitige Anlage aller Bild- und Zierseiten provoziert zudem eine Verdoppelung üblicher Ausstattungsschemata. Dem hl. Hieronymus steht der Anfang seines Briefes an Papst Damasus (366-384) als Initialzierseite (2r) gegenüber, den Evangelisten der Titel ihrer Berichte, der den Beginn des jeweils folgenden Evangeliums feierlich ankündigt. Diesem Beginn ist wiederum eine Schriftzierseite als Gegenstück zur Zierinitiale angehängt. Das Matthäusevangelium wird zusätzlich durch zwei sich anschließende Seiten in goldener Unzialschrift hervorgehoben, die fast den ganzen Stammbaum Christi als Beleg seiner Menschwerdung enthalten. Die Ausstattung des Evangeliars ist charakteristisch für die sog. franko-sächsische Schule, deren Zentrum sich zur Zeit Karls des Kahlen (840/843-877) wohl in Saint-Amand bildete, aber auch auf andere Skriptorien ausstrahlte. Typisch ist einerseits die Übernahme insularer Ziermotive, andererseits die Anlehnung an kontinentale Vorgaben vor allem aus der karolingischen Schule von Reims im allerdings selten auftretenden Figurativen. Während die sehr qualitätvolle Ornamentik und Schrift in einer Reihe von Handschriften in fast identischer Form überliefert sind (z.B. Paris, Bibl. Nat., Lat. 2 und Lat. 257; Köln, Schnütgenmuseum, G 531), werden in der Gestaltung der Figur erhebliche Diskrepanzen deutlich. So scheinen die Evangelisten in Dom Hs.14 von einer wenig geübten Hand insularer Prägung gemalt worden zu sein, doch entsprechen die Figurentypen dem Repertoire von Reims. Typisch für die sog. franko-sächsische Schule und ihr verwandte Handschriften ist auch die Verbindung von Evangelist und Symboltondo, in dessen breitem Rahmen häufig die Verse des spätrömischen Dichters Sedulius (1. Hälfte 5.Jh.) in dieser oder abgewandelter Form eingeschrieben sind (z.B. New York, Pierpont Morgan Libr., M 862; Köln, Schnütgen-Museum, G 531). Möglicherweise geben diese Verse auch einen Hinweis auf den Ursprung des Motivs: Zusammen mit den ganzfigurigen ungeflügelten Symboltieren - wie sie z.B. in den Mosaiken von San Vitale in Ravenna auftreten - könnten sie vielleicht auf einen frühchristlichen Archetypus zurückgehen (von Euw, Evangelien 1989). Nicht zum üblichen Schmuck eines Evangelienbuches zählend und in der Faltengebung etwas abweichend sind das Bild des Hieronymus - der hier als Mönch, und nicht wie in den späteren ottonischen Kölner Evangeliaren als Priester auftritt - und die beiden Begleitpersonen der verlorenen Kreuzigung Christi. Möglicherweise sind hier also Bildquellen anderen Ursprungs als Vorlage herangezogen worden. Um das System der doppelseitig angelegten Zierseiten nicht zu gefährden, mußten das Kreuz Christi auf der einen, Maria und Johannes auf der anderen Seite plaziert werden. Als Vorlage für die in den üblichen symmetrischen Darstellungen nach links gewendete Johannesfigur wurde daher Longinus, der in der Bildquelle die rechte Seite Christi mit der Lanze durchbohrte, bemüht. Ihm ist auch der auf der rechten Schulter geschlossene Militärmantel (Chlamys) zu verdanken, den Johannes sonst niemals trägt (von Euw 1990). Letztlich ist nicht genau zu bestimmen, wo die Handschrift entstanden ist. Laut brieflicher Mitteilung B. Bischoffs (1985) entstammt die Schrift nicht dem Skriptorium von Saint-Amand. Ob die qualitativen Mängel der Figuren auf eine Spätphase der Schule (von Euw, Evangelien 1989) oder eine Entstehung in der Peripherie, z.B. in Köln (Micheli 1939), schließen läßt, kann hier nicht entschieden werden. Autor des Textes: Ulrike Surmann (nach: Glaube und Wissen)
Inhaltsangabe (nach:
Zensus)
Incipit: Beatissimo Papae Damaso Hieronimus novum opus me...
Explicit: ... et ego resuscitabo eum In novissimo die.
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Fol. 1v - 5v Hieronymus bzw. (Pseudo-)Hieronymus: Vorreden zu den vier Evangelien (Fol. 1v - 3v "Novum opus", Fol. 3v - 4v "Plures fuisse", Fol. 4v - 5r "Ammonius quidem", Fol. 5v "Sciendum")
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Fol. 5v - 6r Argumentum secundum Matthaeum
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Fol. 6r - 8r Inhaltsübersicht zum Evangelium secundum Matthaeum
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Fol. 9v - 15r (drei- bzw. vierspaltig) Kanontafeln
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Fol. 15v - 65r Evangelium secundum Matthaeum (Fol. 15v - 17r Zierseiten; Fol. 17v - 18r Schriftzierseite in goldener Uncialis)
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Fol. 66r - 99v Evangelium secundum Marcum (Fol. 66r - 66v Argumentum secundum Marcum, Fol. 66v - 67r Inhaltsübersicht, Fol. 67v - 69r Zierseiten)
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Fol. 202r - 215r Capitulare Evangeliorum de circulo anno (Fol. 213r - 215r Lectiones evangeliorum de diversis causis)
Inhaltsangabe (nach:
vonEuw)
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Fol. 1v - 5v Vorreden zu den vier Evangelien.
,
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1v Bild des hl. Hieronymus mit der Inschrift S(AN)C(TV)S HIERONIMVS,
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2v Initialzierseite zum Prolog NOuum opus me,
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Fol. 5v - 8r Matthäus-Argument und Kapitelverzeichnis zum Matthäusevangelium.
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5v - 6r Mattheus ex Iudaea,
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6r - 8r Kapitelverzeichnis (I-XXVIII),
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Fol. 9v - 15r Zwölfseitige Kanonfolge.
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9v - 10r Can. I:IIII - I:IIII,
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11v - 12r Can. II:III - III:III,
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12v - 13r Can. IIII:III - V:II,
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13v - 14r Can. VI:II, VII:II, VIII:II-VIIII: II, X:I,
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14v - 15r Can. X:I, X:I, X:I, X:I - X:I.
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Fol. 15v - 65v Matthäusevangelium.
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15v Bildseite mit Maria und Johannes dem Evangelisten sowie den Inschriften S(AN)C(T)A MARIA, S(AN)C(TV)S ioh(annes). Die gegenüberliegende Seite mit Christus am Kreuz sowie die darauffolgende Bildseite mit dem Evangelisten Matthäus fehlen.
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16r Titelseite INC(I)P(I)T EV(AN)G(E)L(IVM) S(E)C(VN)D(VM) MATTH(EVM),
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16v - 17r Initialzierseiten LIBER - GENERATIONIS,
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17v - 18r Schriftzierseiten mit dem Matthäusevangelium in goldener Uncialis,
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65r Schluß des Matthäusevangeliums,
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Fol. 66r - 100r Markusevangelium mit Vorrede und Kapitelverzeichnis.
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66r - 66v Markus-Argument Marcus evangelista,
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66v - 67r Kapitelverzeichnis (I-XIII), im Incipit und Explicit irrtümlich als Argumentum bezeichnet.
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67v Bild des Evangelisten Marcus mit Titulus: MARCVS VT ALTA FREMIT VOX PER DESERTA LEONIS = Wie oben Markus, brüllt die Stimme des Löwen in der Wüste.
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68r Titelseite INC(I)P(I)T EV(AN)G(E)L(IVM) S(E)C(VN)D(V)M MARCV(M).
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68v - 69r Initialzierseiten I-NITIVM,
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99v Schluß des Markusevangeliums,
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Fol. 100v - 158r Lukasevangelium mit Vorrede und Kapitelverzeichnis.
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104v Bild des Evangelisten Lukas mit Titulus: IVRA SACERDOTII LVCAS TENET ORA IVVENCI = Lukas hält die Rechte der Priesterschaft und hat (deswegen) das Gesicht eines jungen Stieres,
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105r Titelseite INC(I)P(I)T EV(AN)G(E)L(IVM) S(E)C(VN)D(V)M LVCA(M),
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158r Schluß des Lukastextes.
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Fol. 158v - 201v Johannesevangelium mit Vorrede und Kapitelverzeichnis,
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158v - 159r Johannes-Argument Hic est Iohannes,
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159r - 160r Kapitelverzeichnis (I-XIIII) mit der Überschrift: Incipit breuiarius,
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160v Bild des Evangelisten Johannes mit Titulus: MORE VOLANS AQVILAE VERBO PETIT ASTRA IOHANNES = Wie der Adler fliegend strebt Johannes durch das Wort zu den Sternen.
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161r Titelseite INC(I)P(I)T EV(AN)G(E)L(IVM) S(E)C(VN)D(V)M iohan(nem),
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161v - 162r Initialzierseiten IN-PRINCIPIO,
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200r Schluß des Johannesevangeliums,
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Fol. 202r - 215r Capitulare Evangeliorum,
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213r Item lectiones euangeliorum de diuersis causis,
Inhaltsangabe (nach:
JafféWattenbach)
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Autor: ab HIERONYMO in Latinum conversa
Titel: Evangelia quatuor
Insunt pictae imagines S. Hieronymi, S. Mariae, S. Iohannis, Marci, Lucae, Iohannis evangelistarum Fol. 1v, 15v, 67v, 104v, 160v
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Fol. 202r - 215r "Capitulare evangeliorum de circulo anni" (cf. supra cod. XII).
Inhaltsangabe (nach:
Glaube und Wissen)
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1v - 8r Vorreden (Stegmüller 595, 596, 581, 601, 590 ).
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1v Portrait des hl. Hieronymus.
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2r Initialzierseite NO (vum opus).
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5v S(ciendum etiam) und Vorrede zum Matthäusevangelium
Incipit: M(attheus ex Iudaea).
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9v - 15r Zwölf Kanontafeln (2I, 3II, III, IV, V, VI-VIII, IX-Xsup>Mt/sup>, Xsup>Mk,Lk/sup>
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15v Trauernde Maria und Johannes. Die ursprünglich auf der Gegenseite dargestellte Kreuzigung fehlt.
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Titel: Evangelium nach Matthäus
16r - 65r
. Das Evangelistenbild fehlt.
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16r Titelzierseite INCIPIT EVANGELIUM SECUNDUM MATTHAEUM .
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16v - 17r Initial- und Schriftzierseite LI(BER GENERATIONIS) .
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17v - 18r Zierschriftseiten mit der Fortsetzung des Textes Ihsu XP isti - E liachim.
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Titel: Evangelium nach Markus
66r - 99v
.
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66r Vorrede MA(RCUS evangelista) (Stegmüller 607 ).
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66v - 67r Capitula (mit Argumentum übertitelt).
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67v Evangelist Markus; in seinem Buch der Anfang seines Evangeliums; Umschrift des Symboltondos MARCUS UT ALTA FREMIT VOX PER DESERTA LEONIS (Sedulius, Carmen paschalis 1.356 ; Schaller/Kölnsgen 9293 ; MGH PP III, 263 ).
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68r Titelzierseite INCIPIT EVANGELIUM SECUNDUM MARCUM .
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68v - 69r Initial- und Schriftzierseite INITIUM .
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Titel: Evangelium nach Lukas
100v - 158r
.
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100v Vorrede LU(CAS SYRUS) (Stegmüller 620 ).
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104v Evangelist Lukas; in seinem Buch der Beginn seines Evangelienberichtes FUIT IN DIEBUS ; Umschrift des Symboltondos IURA SACERDOTII LUCAS TENET ORA IUVENCI (Sedulius, Carmen Paschalis 1.357 ; Schaller/Kölnsgen 8555 ; MGH PP III, 263 ).
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105r Titelzierseite INCIPIT EVANGELIUM SECUNDUM LUCAM .
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105v - 106r Initial- und Schriftzierseite QUONIAM .
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Titel: Evangelium nach Johannes
158v - 200r
.
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158v Vorrede h(IC EST) (Stegmüller 624 ).
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160v Evangelistenbild; in seinem Buch der Beginn seines Evangeliums; Umschrift des Symboltondos MORE VOLANS AQUILAE VERBO PETIT ASTRA IOHANNES (Sedulius, Carmen Paschalis 1.358 ; Schaller/Kölnsgen 9781 ; MGH PP III, 264 ).
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161r Titelzierseite INCIPIT EVANGELIUM SECUNDUM IOHANNEM .
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161v - 162r Initial- und Schriftzierseite IN (PRINCIPIO).
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202r - 215r Perikopenverzeichnis (Typus Delta).
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213r ITEM LECTIONES EVANGELIORUM DE DIVERSIS CAUSIS .
Inhaltsangabe (nach:
Anderson)
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FC "Jaffé, codex 14./ continet folia 215./ saec. X./ Evangelia quatuor / ab Hieronymo in Latinum / conversa." (19c title).
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FELi 20c note on decoration: "12 Kanontafeln, 13 Blattinitialen, 5 Bilder / 11/5 [19]28 hW." (dated and signed by Domvikar Hubert Wüsten).
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FELii "91" (earlier shelf mark.
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Autor: Jerome (c. 342-419)
Titel: Gospel Prologues
2r - 5v (1)
.
.
Stegmüller 595, 596, 581, 601, 590 .
Incipit: [Sal]; Novum opus me facere cogis ex veteri...
Incipit: (Prol 2)(3v) Plures fuisse...
Incipit: (Prol 3)(4v) Ammonius quidem...
Incipit: (Prol 4)(5v) Sciendum etiam...
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Titel: Gospels
Titel: Incipit argumentum secundum mattheum.
5v - 200r (2)
.
Stegmüller nrs. 47-50 . Matthew-prologue on 5v - 6r (Stegmüller 590 ) and list of capitula 6r - 8r ; 8v - 9r blank; canon tables on ff. 9v - 15r . Miniature on f. 15v of Mary and John (see remarks above on absence of facing page and evangelist portrait). Other Gospels preceded by prologues (66r-v = Stegmüller 607 , 100v - 101r = Stegmüller 620 , 158v - 159r = Stegmüller 624 ), lists of capitula, evangelist portraits (verso ) and titulus (facing recto ), plus facing verso and recto of decorated incipit pages (see decoration above). Evangelist portraits contain verse-inscriptions: "Marcus ut alta fremit vox per deserta leonis." (f. 67v ); "Iura sacerdotii lucas tenet ora iuvenci" (f. 104v ); "More volans aquilae verbo petit astra iohannes" (f. 160v ). Ff. 65v and 100r blank.
Incipit: Mattheus ex iudaea sicut in ordine primus ponitur....
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Titel: Capitulare Evangeliorum
Titel: Incipit capitulare evangeliorum de circulo anni.
Titel: capitularia evangeliorum
202r - 215r (3)
.
(Omss) Klauser, intro. pp. xxxvii-lxx lists 429 mss. containing
; present ms. included.Pertains to D-type in Klauser's classification; begins with Christmas vigil.
Incipit: In vigilia domini secundum mattheum. Cap. iii. Cum esset...
Literatur: Theodor Klauser, Das römische Capitulare Evangeliorum , Liturgiewissenschaftliche Quellen und Forschungen 28 (Münster/Westfalen, 1935), pp. 140-172.
Explicit: ...resuscitabo eum in novissimo die.
Buchschmuck (nach:
Zensus)
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Fol. 1v Autorenbild des hl. Hieronymus
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Fol. 2r Initialzierseite "Novum opus": zwei ineinander verschlungene Zierbuchstaben NO aus weißem Flechtwerk auf dunklem Grund, N in Gold, O in Silber gerahmt. Beide Seiten haben einen gleichen eckigen Rahmen aus weißem Flechtwerk auf dunklem Grund mit bläulichen Füllungen, außen von goldenen, innen von silbernen Stäben eingefaßt. Die Eckquadrate sind gefüllt mit jeweils zwei versetzt aufeinanderliegenden Kreuzen, deren Enden in Lilienform auslaufen
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Fol. 9v - 15r Kanontafeln
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Fol. 15v Darstellung Marias und Johannes' des Täufers in einem eckigen Rahmen aus weißem Flechtwerk auf dunklem Grund mit gelblichen und grünen Füllungen, außen von goldenen, innen von silbernen Stäben eingefaßt. Die Eckquadrate sind jeweils gefüllt mit einem silbernen Kreuz auf einer grün-gelben Rosette. Das nächste Blatt, wahrscheinlich mit der Darstellung des Gekreuzigten und auf der Rückseite der des Evangelisten Matthaeus, fehlt.
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Fol. 16r Titelseite zum Matthaeus-Evangelium in goldenen Großbuchstaben, eingerahmt von einer Rundbogenarkade, deren Basen stilisierte Vögel und deren Kapitelle menschliche Gesichter zeigen
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Fol. 16v , 17r Initialzierseiten: "Liber Generationis" in goldenen Buchstaben (die Buchstaben L und I mit Ornamenten und Vogelköpfen verziert), umschlossen von einem Goldrahmen mit Flechtwerk, dessen Ecken stilisierte Vögel zusammenhalten
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Fol. 66r illuminierte ineinander verschlungene Zierinitialen MA
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Fol. 67v Autorenbild des Evangelisten Marcus, darüber Löwe mit Buchrolle in einem Rundschild mit Umschrift
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Fol. 68r Titelseite zum Marcus-Evangelium in goldenen Großbuchstaben, beide Seiten zeigen ähnliche Arkaden, deren vier Kapitelle den Löwenkopf tragen
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Fol. 68v , 69r Initialzierseiten: "I - nitium" in gold-silbernen Zierbuchstaben mit Flechtwerk und Vogelköpfen in Flechtwerkrahmen
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Fol. 100v illuminierte ineinander verschlungene Zierinitialen LU
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Fol. 104v Autorenbild des Evangelisten Lucas, über ihm Rundschild mit Umschrift, darin roter Stier mit Buchrolle
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Fol. 105r Titelseite zum LucasEvangelium in goldenen Großbuchstaben. Auf beiden Seiten die gleichen Arkaden mit Flechtwerkfüllung, auf den Kapitellen ein Stierkopf
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Fol. 105v , 106r Initialzierseiten: "Quoniam" in gold-silbernen Zierbuchstaben mit Flechtwerk in einem Flechtwerkrahmen
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Fol. 158v Schmuckinitiale H in Form eines Drachens
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Fol. 160v Autorenbild des Evangelisten Johannes, über ihm Rundschild mit Umschrift, darin Adler und Schriftrolle
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Fol. 161r Titelseite zum Johannes-Evangelium in goldenen Buchstaben. Beide Seiten tragen wieder die gleichen Arkaden, auf den Kapitellen diesmal der Adler
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Fol. 161v , 162r Initialzierseiten: "In principio" in gold-silbernen Zierbuchstaben; I und N ineinander verschlungen, mit Flechtwerk und Vogelköpfen. Beide Seiten zeigen den gleichen Goldrahmen mit Flechtwerk.
Buchschmuck (nach:
Schulten)
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Bl. 1v zeigt das Autorenbild des hl. Hieronymus. Die Inschrift SCS HIERONIMUS in vergoldeten Großbuchstaben. Der sitzende Heilige, Übersetzer der Hl. Schrift ins Lateinische, schreibt an einem Buch auf dem vor ihm stehenden Pult. In der Linken hält der Verfasser das Tintengefäß. Er ist bekleidet mit einem roten Untergewand und einem dunklen Überwurf mit Kapuze. Das Untergewand scheint durch. Einige Weißhöhungen. Nimbus gelb mit Goldrand. - Bei den frühen Kölner Handschriften taucht hier erstmals in einem Evangelienbuch das Bild des hl. Hieronymus auf, wie es für die Kölner Malerschule kennzeichnend wurde. Zwar ist vermutet worden, daß unsere Handschrift in Köln entstanden sein könnte, doch bleibt die Annahme berechtigt, daß Erzbischof Hildebold (785-819) das Evangeliar aus Nordfrankreich (Saint Amand?) besorgt hat. Auf der nächsten Seite (Bl. 2r ), zwei ineinander verschlungene Zierbuchstaben NO als Beginn des Schreibens an Papst Damasus. BEATISSIMO PAPAE DAMASO + HIERONIMUS steht in Goldbuchstaben darüber. Das Schreiben an Papst Damasus wird unter den Zierbuchstaben weitergeführt: (NO) VUM OPUS. ME. Die Zierbuchstaben sind ausgefüllt mit weißem Flechtwerk auf dunklem Grund. Die Teile des N sind mit Gold auf Rot gerahmt. Kopf und Fuß bei den senkrechten Balken des N bestehen aus silbernen Voluten gleicher Gestalt auf Rot mit Grün und Weiß. Die Rahmen beider Zierseiten haben gleiche Gestalt und Farbe. Weißes Flechtwerk auf dunklem Grund mit bläulichen Füllungen wird außen von goldenen, innen von silbernen Stäben auf Rot eingefaßt. Die Eckquadrate sind gefüllt durch zwei versetzte gleichschenklige Kreuze in Silber und Rot auf gelbem Grund. Die Kreuzesenden haben Lilienform. Rahmung der acht Quadrate in Gold auf Rot. Stuhl und Ständer des Hieronymusbildes bestehen aus dünnen Stäben, Platten, Voluten und Knäufen, die formal wie Elemente des Buchstabenschmuckes erscheinen. - Auf den Blättern 2v - 3r wird das Schreiben an Papst Damasus einspaltig in karolingischer Kleinschrift fortgesetzt. Anschließend auf 3r - 4v folgt der Prolog der vier Evangelien, das Schreiben des Eusebius an Carpianus (4v - 5r ), das Argumentum secundum Matthäum, ein Vorwort über Verfasser, Eigenart und Bedeutung des Matthäusevangeliums (5v - 6r ) und die Capitula, Inhaltsangaben der Kapitel des Evangeliums (6r - 8r ). Auf den Blättern 9v - 15r stehen die Kanones, 12 Vergleichstabellen der Parallelstellen der vier Evangelien, wie sie Eusebius in seinem Brief an Carpianus erklärt. - Die vierspaltigen Kanones sind in Doppelarkaden eingeschlossen, wobei jede Arkade wiederum durch einen Doppelbogen unterteilt ist. Die dreispaltigen Tafeln werden überfangen von einem großen Bogen, dessen Feld durch drei Arkaden gegliedert ist, deren Bogenfelder Dreiviertelkreise darstellen. Unter den Kapitellen finden sich solche in bauchiger Kelchform mit Blattwerk. Es kommt auch vor, daß die Kapitelle ersetzt werden durch eine verschlungene Schnallenform. Manchmal sind die Schnallen stilisierte Vogelkörper. Ornamentielle Scheiben treten ebenfalls an die Stelle der Kapitelle. Die zierlichen Zwischenstützen tragen in der Mitte als Schmuck ornamentierte Zierscheiben und Schnallen. Die Basen der Säulen bestehen aus geschichteten dünnen Platten, Wülsten, Hohlkehlen, Voluten und einmal aus Tierfüßen mit ornamentierten Scheiben. Gold, Silber, Blau, Rotbraun, Grün und Gelb sind die bestimmenden Farben. Bei einigen Pfeilern gibt es marmorierte Leisten. Nach den Kanontafeln folgen vier Zierseiten zum Beginn des Matthäusevangeliums (Bl. 15v - 17r ), danach zwei Seiten des Stammbaumes Jesu, ganz in großen Goldbuchstaben. Da bei keinem der übrigen Evangelien Textseiten so kostbar geschrieben sind, darf man folgern, daß man den Glauben an die Menschwerdung Jesu und die menschliche Herkunft besonders betonen wollte (17v und 18r ). - Das Autorenbild ist im Unterschied zu den folgenden Autorenbildern rechteckig gerahmt. Quadrate mit Rosetten verstärken die Ecken. Nicht Matthäus, sondern Johannes d. T. und Maria sind dargestellt. Johannes größer, Maria links daneben kleiner, beide in gleicher Haltung und Gebärde. Diese ikonographische Besonderheit hat ihren Ursprung wahrscheinlich in östlichen Vorstellungen, auf der Titelseite Personen oder Ereignisse darzustellen, die das Evangelium besonders kennzeichnen. Johannes der Prodromos (Vorläufer) steht in einem Medaillon auf der Titelseite des Markusevangeliums einer griechischen Bibel, die allerdings erst aus dem 11. Jh. stammt (Paris, Ms. graec. 74), aber wohl auf älteren Vorbildern beruht. Noch das späte Kölner Evangeliar aus St. Georg (1100-1120), das sich heute im Schnütgen-Museum befindet, besitzt unter den Titelseiten zu Matthäus ein ganzseitiges Marienbild, das Markusevangeliar ein ganzseitiges Bild Johannes d. T. Jedoch hat schon das syrische Rabbula-Evangeliar (586) ein Marienbild (Maria mit Kind) am Anfang der Texte. Der Londoner Elfenbeinbuchdeckel des Lorcher Evangeliars (Anf. 9. Jh.) zeigt in der Mitte die thronende Madonna mit Kind und links daneben Johannes den Täufer, der auf Maria hinweist, rechts Zacharias, den Vater Johannes des Täufers. - Maria ist die letzte vom Stammbaum Jesu, den Matthäus zu Anfang des Evangeliums niederschreibt. Aus ihr wurde "Jesus geboren, der Christus genannt" (Mt. 1,16) wird. Johannes d. T., fast immer zu Markus gehörig, ist der Vorläufer. Er steht in enger Beziehung auch zur Menschwerdung (Besuch Mariens bei Elisabeth). Johannes ist der "Freund des Bräutigams" (Joh. 3,29), der die Braut (das Volk am Jordan) dem Bräutigam (Christus) zuführt und sich über diese Tat freut. Die Griechen nennen Johannes d. T. daher den "Brautführer" (Paranymphe). Maria kann in der Ikonographie für das Volk Gottes oder die Kirche stehen. Außerdem wird bei Matthäus (11,11) Johannes d. T. als der Größte der vom Weibe Geborenen bezeichnet. Mögen auch ikonographische und theologische Überlegungen den Sinn unserer Darstellung erklärbar machen, es fehlt bisher die Kenntnis von Evangeliaren, bei denen das Autorenbild des Matthäus durch eine Darstellung von Maria und Johannes d. T. ersetzt wurde. Der Figurenstil wirkt "altertümlich". Die Haltung des Körpers und die Gesten, wie auch die Binnenzeichnung der Gewänder, erinnern noch an den Tetramorph aus dem viel älteren Evangeliar aus Trier (730 n. Chr.), das zur Gruppe der hiberno-sächsischen Handschriften gehört. Das zweite franko-sächsische Evangeliar von 870, das in Köln (Schnütgen-Museum) aufbewahrt wird, zeigt bei vergleichbarer ornamentaler Durchbildung einen entwickelteren Figurenstil. In unserem Evangeliar dagegen sind Figur und Ornament vom gleichen "strengen Flächenstil" geprägt, der der insularen Kunst noch immer verpflichtet bleibt. Auch die Kolorierung der Figuren bildet mit der der Ornamente eine Einheit. Die folgende Incipit-Seite ("Incipit Evangelium secundum Matthaeum" in Großbuchstaben mit Kürzeln) ist mit einer Rundbogenarkade ausgezeichnet. Die Kapitelle bestehen aus menschlichen Gesichtern, umfangen von einem stilisierten doppelköpfigen Vogelleib. Das menschliche Gesicht ist das Symbol des Evangelisten Matthäus. Die Basen der Pfeiler bestehen aus stilisierten Vogelleibern auf einer Platte (vgl. Evangeliar aus Flavigny von C. 780 mit Figuren als Kapitell und Basis). - Die beiden folgenden Initial-Zierseiten heben die beiden Anfangsworte des Evangeliums hervor LIBER GENERATIONIS. Von schönen Goldrahmen mit Flechtwerk werden sie umschlossen. Die Ecken der Rahmen sind verklammert durch dünne stilisierte Vogelleiber in Silber. Die Schnäbel der Tiere fassen die Rahmung. Nur L und I des Anfangswortes sind mit Ornamenten verziert, in ihrer Zuordnung zueinander verwandt der gleichen Initialseite des Evangeliars von 870 im Schnütgen-Museum und anderer vergleichbarer Handschriften. Das Markusevangelium bringt auf den Bll. 66r - 67r Prolog und Argumentum (vgl. oben). Vom Worte MARCUS zu Anfang des Prologs sind die Buchstaben M und A freigestellt und ineinander verschlungen sowie durch Flechtwerk, Voluten und Farbe hervorgehoben. Autorenblatt (67v ) und Incipitseite (68r ) ziert eine in Form und Farbe gleiche Arkade. Der Evangelist schreibt thronend die ersten Worte in sein Evangelienbuch (INITIUM EVGL), das vor ihm auf dem Ambo ruht. Das Tintenfaß steht auf einem eigenen Ständer. Thron, Ambo und Ständer bestehen aus dünnem Stabwerk mit wenig Dekor. Oben in der Bogenrundung der Markuslöwe mit Buchrolle in einem Rundschild mit goldroter Rahmung. Auf dem Rahmen der Hexameter + MARCUS UT ALTA FREMIT VOX PER DESERTA LEONIS (Markus tönt wie eine gewaltige Stimme durch die Wüsten des Löwen). Die vier Kapitelle der Arkaden beider Seiten tragen den Löwenkopf als Evangelistensymbol, während jede Pfeilerbasis in Form zweier Löwentatzen geformt ist. Auf den beiden folgenden Seiten (68v und 69r ) wird das Anfangswort des Evangeliums INITIUM durch Flechtwerkrahmen besonders hervorgehoben. Dem ersten Buchstaben I ist eine ganze Seite gewidmet. Das Lukasevangelium beginnt mit dem Prolog und den Capitula (s. oben). Die gleichen Buchstaben L U des Namens LUCAS sind wie schon beim Prolog zu Markus freigestellt, meinander verschlungen und durch Flechtwerk, Voluten und Farbe hervorgehoben. Autorenbild und Incipitseite (Bll. 104v und 105r ) schmücken je eine Arkade mit Flechtwerkfüllungen. Lukas taucht sitzend die Feder ins Tintenfaß und hält mit der Linken das Evangelienbuch mit dem Beginn von Luc. 11,5: FUIT IN DIEB (us Herodis), Unter dem Bogen der Arkade ist wie beim Autorenbild von Markus der Rundschild mit Evangelistensymbol angebracht, ein roter Stier mit der Buchrolle. Die Inschrift des Randes lautet: + IURAS SACERDOTII LUCAS TENET ORA IUVENCI (Die Satzungen des Priestertums hält Lukas: Das Gesicht des Jungstiers). Das Symbol des Stieres ist außerdem auf den Kapitellen zu erkennen. - Das Anfangswort QUONIAM steht auf den beiden nächsten Zierseiten (105v und 106r ). Jeder Buchstabe ist verziert, das Q auf einer Seite besonders prächtig hervorgehoben. Das Johannesevangelium beginnt mit den Bll. 158v - 160r mit dem Prolog und dem Breviarius, wie die Capitula eine Inhaltsübersicht über die einzelnen Kapitel des Evangeliums. Der Anfangsbuchstabe des Prologs H ist freigestellt und zu einem Drachenwesen geformt. Autorenbild und Incipit-Seite (160v und 161r ) sind wiederum von gleichgestalteten Arkaden überfangen. Johannes schreibt die ersten Worte seines Evangeliums nieder: IN PRINCIP. Das Medaillon mit dem Adler trägt die Umschrift: + MORE VOLANS AQUILAE VERBO PETIT ASTRA IOHANNES (Fliegend wie ein Adler strebt Johannes durch das Wort zu den Sternen). Die Kapitelle der Arkaden beider Seiten sind ersetzt durch den Adler als Symbol des Evangelisten. Die beiden folgenden Zierseiten (161v und 162r ) bringen in Rahmenleisten die zwei Anfangsworte des Evangeliums IN PRINCIPIO. Das IN zeigt sich kunstvoll verschlungen, verziert mit stilisierten Vögein, mit Flechtwerk und Voluten. Das Evangeliar ist ausgezeichnet durch eine große Einheit von Schrift, Dekor, Figurenstil und Farbigkeit. Der unbekannte Maler und der Schreiber dürften identisch sein. Die zu Anfang erwähnte Entstehung in einem nordfranzösischen Scriptorium ist die wahrscheinlichere Hypothese. - Auch der am Schluß des Evangeliars stehende Jahreskalender mit den Angaben der Perikopen (Capitulare evangeliorum 202r - 215r ) gibt keine unmittelbaren Hinweise auf den Entstehungsort. Es ist der im 9. Jh. sich überall hin ausbreitende römische Kalender. Er ist verbunden mit den Angaben der Perikopen für das Commune Sanctorum und für Votivmessen.
Buchschmuck (nach:
JafféWattenbach)
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Insunt pictae imagines S. Hieronymi, S. Mariae, S. Iohannis, Marci, Lucae, Iohannis evangelistarum Fol. 1v, 15v, 67v, 104v, 160v
Buchschmuck (nach:
Glaube und Wissen)
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Zweizeilige Goldinitialen zu Beginn der Capitula und der Textabschnitte; mehrzeilige Goldinitialen zu Beginn der allgemeinen Vorreden; große, mit Minium und Tinte konturierte Initialen in Gold und Silber mit zoomorphen und Flechtbandmotiven sowie Schattierung in Grün, Gelb und Blau zu Beginn der Vorreden für die Evangelien (außer Mt); Initialzierseiten und gegenüberliegende Schriftzierseiten mit in Gold- und Silberleisten eingefaßter Rahmung aus Flechtbandbordüren mit ornamentalen, vegetabilen und zoomorphen Eckmotiven; von Arkaden gerahmte Titelzierseiten und Kanontafeln mit vegetabilen, zoomorphen und antropomorphen Motiven; auf den Zierseiten Goldinitialen in der oben beschriebenen Art mit zusätzlich silberner und rotbrauner Schattierung sowie Füllung aus Flechtband und Zierschrift in goldener Capitalis oder mit Flechtwerk und Silber (Mk, Lk); nachfolgende Zierschriftseiten in goldener Uncialis (Mt); in der oben beschriebenen Art gerahmte Miniaturen in Deckfarben mit Gold und Silber.
Buchschmuck (nach:
Clemen)
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Bl. 1b : Zierblatt, mit Flechtwerkornament und Eckstücken mit Rosetten; Hieronymus schreibend an Pult sitzend.
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Bl. 2r a : Initial NO. Zwölf Kanonestafeln: Rahmen in Architektur mit Flechtwerk, Pflanzengebilden und Tierköpfen.
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Bl. 15b , Zierblatt: Johannes und Maria hintereinander, nach rechts gewendet.
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Bl. 16a : Zierblatt zum Beginn des Matthaeusevangeliums.
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Bl. 16b und 17a . Zierblätter: Initial LI (zu Liber generationis).
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Bl. 67r b : Evangelistenbild Marcus, rechts Bl. 68r a , Zierblatt: Incipit evangelium.
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Bl. 104r b /105a : links Evangelistenbild Lucas, rechts Zierblatt: Beginn des Lukasevangeliums.
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Bl. 105b /106a Zierblätter: Quoniam. Bl. 160b /161a : Evangelistenbild Johannes, rechts Zierblatt: Incipit evangelium.
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Bl. 161b /162a Zierblätter: In principio. Federzeichnungen.
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Nach Goldschmidt: "Köln?, nach franko-sächsischem Vorbild."
Buchschmuck (nach:
Anderson)
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Full-page miniatures:
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Jerome, f. 1v ;
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Mary and John standing, f. 15v ;
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evangelist portraits for Mark (f. 67v ), Luke (104v ), and John (160v ) (Crucifixion [?] and Matthew-portrait missing after f. 15v ).
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Evangelist portraits and facing titulus pages (following folio recto ) have corresponding arches (arch for Matthew on titulus page, f. 16r );
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above portraits, under arches, the evangelists' symbols are in rondels; in the ring of each rondel is a hexemeter verse (see comment-section for text ff. 5v - 200r below).
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Facing pairs of incipit pages have corresponding borders with gold, silver and interlace (ff. 16v - 17r, 68v - 69r, 105v - 106r, and 161v - 162r );
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miniature and text on 1v - 2r and miniature on 15v also have similar borders.
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Canon tables, ff. 9v - 15r in double arches or in single arches with columns.
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Interlace initials on ff. 2r, 66r, and 101r ;
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inhabited initial on f. 158v (dog in shape of an "h").
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Incidental initials in gold square capitals throughout codex.
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Motifs include dog and bird, human head, leaf and geometric designs, as well as interlace.
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Colors: green, gray-blue, rosy red, brown, yellow, white, black, as well as gold and silver.
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Ff. 17v - 18r in gold uncials.
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Canon table references in margins.
Entstehung der Handschrift:-
Entstehungsgeschichte: Nach Einrichtung, Schrift und Kompositionsprinzipien erscheint die Handschrift dem Evangeliar Schnütgen-Museum, Köln, G 531 (Nr. l) nächstverwandt, doch ist auch über ihre Herkunft bisher nichts bekannt geworden. Die Evangelistenbilder sowie das doppelseitige, heute nur noch Fol. 15v mit den Gestalten von Maria und Johannes erhaltene Kreuzigungsbild geben einen tieferen Einblick in die Überlieferungsgeschichte der Bilder im Bereich der franko-sächsischen Schule. Im Gegensatz zu Evangeliar Schnütgen-Museum, Köln, G 531 sind die Evangelistensymbole hier ganzfigurig und ungeflügelt, stimmen jedoch nicht mit der auf Tatian (um 120 bis nach 170) zurückgehenden insularen Symbolreihe überein, sondern spiegeln wahrscheinlich eine andere sehr alte italische Tradition, die in die Zeit des spätrömischen Dichters Sedulius (5. Jh.) zurückführen könnte, aus dessen Carmen paschale (1.355-538. - MGH Poet III, 263. D. Schaller, E. Kölnsgen, Initia carminum Latinorum saeculo undecimo antiquiorum. Göttingen 1977, Nr. 7013, 9293, 8555, 9781 ) die Verse zitiert sind, die die Symbole umkreisen. Die Evangelistengestalten scheinen dagegen vor allem im Stil insulare Vorbilder zu spiegeln. Eine ikonographische Besonderheit der Handschrift ist der Kapitellschmuck der Arkaden der Evangelistenbilder sowie der gegenüberliegenden Incipit-Seiten. Man kann ihn als Wiederholung der Evangelistensymbole interpretieren, doch glauben wir, daß solche Kapitelle einer sehr alten italischen Vorlagenschicht der Handschrift entstammen, in der sie noch nicht die Bedeutung der Evangelistensymbole hatten. Analogien konnten wir im Umkreis der Liber Viventium Fabariensis, Cod. Fab. l im Stiftsarchiv von St. Gallen, aufdecken. Ähnlich wie in Evangeliar Schnütgen-Museum, Köln, G 531 kennt auch diese Handschrift den rhythmischen Wechsel im Bereich der Rahmung von Bild- und Zierseiten. Doppelseiten mit Arkaden und hochrechteckig gerahmte Doppelseiten wechseln sich ab. Doch wirkt die Initialornamentik im Vergleich zu Evangeliar Schnütgen-Museum, Köln, G 531 trotz dieser anspruchsvollen Aufteilung gegenüber dem sie umgebenden Raum etwas unterlegen. Vielleicht ist die Handschrift deshalb als ein nach dem Normanneneinfall (881 und 883) entstandenes, mit dem Wiederaufbau des Klosters des hl. Amandus verbundenes Werk der Schule von Saint-Amand zu betrachten. (nach: vonEuw)
Geschichte der Handschrift:-
Darmstadt 2014. (nach: Glaube und Wissen)
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According to C. Nordenfalk (loc. cit.) , belongs to the so-called Franko-saxon group of late Carolingian mss. which probably originate at Saint-Amand. (nach: Anderson)
